Faktor Mensch auf Skidurchquerung
Faktor Mensch auf Skidurchquerung
Skidurchquerungen gelten als Königsdisziplin des Skibergsteigens.
Von Hütte zu Hütte über anspruchsvolle Übergänge mit Zeitdruck und getätigten Investitionen ist es gar nicht leicht, sich und die Gruppe zum nächsten Stützpunkt zu manövrieren.
Ständiges Reagieren und Umplanen ist an der Tagesordnung.
Dabei spielen psychologische und gruppendynamische Prozesse eine wichtige Rolle.
Wir wollen uns genau diese weichen Faktoren einmal genauer anschauen und erleben und dabei lernen damit umzugehen.
Lernziele und Inhalte
Lernziele
- Reflexion des eigenen Verhaltens in Leitungsposition, insbesondere in schwierigen und unsicheren Entscheidungssituationen
- Verständnis für den Einfluss psychologischer und sozialer Faktoren auf Sachentscheidungen bei Skidurchquerungen
- Verständnis gruppendynamischer Prozesse in einer über mehrere Tage zusammenbleibenden Gruppe
- Erweiterung der Kompetenz im Umgang mit Entscheidungsprozessen, insbesondere der Strukturierung von Informationen, Beobachtungen und Bewertungen in Tourenplanung und -durchführung
- Erweiterung der Kompetenz im Umgang mit Umplanung und Umkehrentscheidungen unter Zeitdruck
- Verbesserung des praktischen Wissens zur Bewertung der lokalen Lawinensituation und Einzelhangeinschätzung sowie des Geländekönnens
- Verbesserung der Führungskompetenz
Inhalte und Methoden
- Ganzheitliche Planung einer mehrtägigen Gebietsdurchquerung in Kleingruppen im Voraus
- Tourenplanung und -durchführung in wechselnden Führungsrollen
- Sammeln und Bewerten von Eindrücken während der Tour und anschließende Reflexion
- Erfahrungsaustausch und Feedback
- Anwendung der GKMR Methode zur Systematisierung von Entscheidungen
- Sensibilisierung für den „Faktor Mensch" bei Entscheidungen auf Skidurchquerung
- Vermittlung von Entscheidungsverzerrungen
- Erleben und Auswerten gezielt gesetzter Entscheidungssituationen im Gelände
- Vermittlung gruppendynamischer Prozesse und Methoden der Entscheidungsfindung in Gruppen
- Wahrnehmen und Reflektieren von Rollen, Kommunikation und Leitungsverhalten in der Gruppe
- Umgang mit Zeitdruck, Hüttenbindung und eingeschränkten Rückzugsmöglichkeiten
- Schulung der Wahrnehmung lawinenbildender Faktoren (z.B. Wind, Temperatur) und deren Zeichen (z.B. Wechten, Dünen, „Fauler Schnee")
- Vermittlung und Durchführung von Schneedeckentests (ETC, Halbkreistest, einfacher Blocktest)
- Führungstechnik in Aufstieg und Abfahrt
Bemerkung/Hinweis:
Für die Teilnahme an der Schulung ist die Teilnahme an einer Videokonferenz (voraussichtlich Mitte Januar) nötig: Dabei werden Vorgaben (u.a. Wegpunkte) zur Tour und in Kleingruppen die Detailplanung im Voraus als Hausaufgabe festgelegt.
- abgeschlossene Jugendleiter*innen-Grundausbildung der JDAV mit aktueller JL*innen-Marke (siehe auch FAQs Schulungen)
- Identifikation mit den Grundsätzen und Bildungszielen der JDAV
- Skitourenerfahrung und sicheres Fahren, auch in unterschiedlichen Schneequalitäten
- Grundkenntnisse in der Lawinenkunde
- Kondition für 1200 Hm/Tag
- geübter Umgang im Gehen mit Steigeisen
- Bereitschaft zur theoretischen und praktischen Auseinandersetzung mit psychologischen und gruppendynamischen Fragestellungen
- Kurs inkl. Übernachtung im Lager oder Mehrbettzimmer
- vegetarische Halbpension
| Termin |
Dauer |
Ort |
Kurs-Nr. |
Belegung |
Vormerken |
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06.03.2027 – 09.03.2027
Sa 17:00 – Di 14:00
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4 Tage
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Rastkogelhütte Hippach
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J607
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Vormerken →
→
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Frei
Noch wenige Plätze frei
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Ausgebucht, keine Warteliste